Berufsunfähigkeitsversicherung Hebamme

Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist für jeden empfehlenswert, unerheblich, ob es sich um Ingenieur/in, Industriemeister/in, Assistent/in oder Techniker/in handelt. Die BU sichert jeden im Falle einer Berufsunfähigkeit ab. Hebammen haben es allerdings aufgrund ihres Berufsstandes nicht mehr leicht, eine passende BU zu finden. Warum dies so ist und vor allem, was sich in der letzten Zeit bezüglich der Berufsunfähigkeitsversicherung Hebamme tut, haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst.
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Warum die Berufsunfähigkeitsversicherung wirklich sinnvoll ist

Berufsunfähigkeitsversicherung Hebamme

Jeder Mensch erwirtschaftet mittels seiner Arbeitskraft den Unterhalt, den er für sein Leben benötigt. Steht ihm die Arbeitskraft aufgrund seiner Gesundheit nicht mehr zur Verfügung, ist der aktuelle Lebensstandard in der Regel nicht mehr zu halten. Der Mensch versinkt womöglich in finanziellen Problemen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung trägt jedoch dazu bei, dass im Falle einer Berufsunfähigkeit genügend Reserven verfügbar sind, auf die man zurückgreifen kann. Sie wird in Form einer monatlichen Rente ausgezahlt. Doch sich zu versichern ist nicht mehr so einfach.

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Für manche Berufsgruppen ist sie zu teuer

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den teuersten Versicherungspolicen auf dem Markt. Je nach Berufsgruppe zahlt der Versicherte eine erhebliche Prämie. Darunter sind häufig die Berufsgruppen, bei denen ein hohes Risiko der Berufsaufgabe fast schon absehbar ist. Häufig nehmen die Versicherungen solche Berufsgruppen gar nicht mehr auf. Mit dazu gehören auch Ärzte, Hebammen und Handwerker. Während es beim Handwerker eher körperliche Defizite sind, gehen Ärzte und Hebammen das Risiko ein, sich mit Krankheiten zu infizieren.

Woran sich die Höhe der Kosten orientieren

Die Höhe der laufenden Prämien orientieren sich an unterschiedlichen Kriterien. Darunter:

  • Alter des Versicherten
  • privater Lebensstil (Raucher/Nichtraucher, riskante/ungefährliche Hobbys)
  • Laufzeit
  • Höhe der Auszahlungen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte in jedem Fall bis zum Rentenalter laufen. Es gibt noch einige Versicherungen, die auch Policen bis zum Alter von 60 Jahren anbieten, doch kommt es bei den meisten erst in einem solch hohen Alter zu gesundheitlichen Problemen. Daher ist es wichtig, die BU so lange wie nur möglich laufen zu lassen. Die Höhe der Auszahlungen spielen selbstverständlich auch eine Rolle. Geht jemand einem gefährlichen Hobby nach, zahlt er auch automatisch eine höhere Prämie. Und je älter er ist, desto höher fallen die Prämien aus. Neben der BU ist vor allem die Berufshaftpflichtversicherung für Hebammen ein essentieller Schutz.

Infektionsklausel – Was ist das

Infiziert sich eine Hebamme während der Geburtshilfe mit einer Krankheit, kann ihr eine Behörde die Ausübung der Tätigkeit verbieten. Für diesen Fall besitzen viele Berufsunfähigkeitsversicherungen eine sogenannte Infektionsklausel. Diese regelt, was im Falle einer Infektion geschieht und ob ein Anspruch geltend gemacht werden kann. Genaue Informationen hierzu findet man im Bedingungswerk der Deutschen Ärzteversicherung AG, welche zwar vorrangig für Ärzte und Zahnärzte geeignet ist, doch auch Hebammen davon profitieren können.

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Die Klausel der abstrakten Verweisung

Selbst wenn eine Hebamme ihrem gewohnten Beruf nicht mehr nachgehen kann, so ist es noch immer möglich, sie auf einen anderen Beruf umschulen zu lassen, der vielleicht sogar artverwandt ist. Doch in den heutigen Berufsunfähigkeitsversicherungen wird meistens auf die Einbindung der sogenannten abstrakten Verweisung verzichtet. Das bedeutet, dass wenn die Hebamme irgendwann als berufsunfähig eingestuft wird, sie Anspruch auf Leistung hat und nicht in einen anderen Beruf wechseln muss, weil es so von der Versicherung verordnet wurde. Was noch wichtig sein kann:

Wie lassen sich die Kosten senken

Da speziell für Hebamme und Arzt die Berufsunfähigkeitsversicherung extrem teuer ausfällt, gibt es einige Möglichkeiten, die Kosten zu senken. Dazu gehört beispielsweise:

  • Leistungen beachten (manche Leistungen sind unnötig)
  • Geringere Auszahlungen im Leistungsfall
  • Qualität der Versicherung herabsetzen
  • Laufzeit verringern

Bei den jeweiligen Veränderungen kommt es einfach darauf an, worauf man am besten verzichten kann. Müssen es beispielsweise 2.500 Euro pro Monat an Auszahlungen sein? Genügt nicht etwas weniger? Oder ist man auch damit zufrieden, wenn der Vertrag nur bis zum Lebensalter von 62 Jahren läuft? Generell wird zwar nicht empfohlen, die Laufzeit zu kürzen, bringt dies jedoch möglicherweise einen erheblich günstigeren Beitrag mit sich, wäre es eine Überlegung wert.

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung bei Stiftung Warentest

Einen aktuellen Test der Stiftung Warentest zur BU gibt es zwar nicht, doch unternahm das Institut zuletzt einen im Jahr 2013, der also noch gar nicht so alt ist. Zur damaligen Zeit war es möglich, die Bewertungen in unterschiedliche Kategorien einzuordnen. Die Top-5 der damals am besten bewerteten Versicherungen lauteten wie folgt:

  • 1. AachenMünchener – sehr gut (0,6)
  • 2. Europa – sehr gut (0,6)
  • 3. Hannoversche Leben – sehr gut (0,6)
  • 4. VHV – sehr gut (0,6)
  • 5. Familienfürsorge (0,7)

Da jedoch nicht alle der genannten Versicherungen auch sämtliche Berufe versichern, machte die Stiftung Warentest es möglich, die Versicherungen zu filtern, die sämtlichen Berufsgruppen eine Chance auf Absicherung einräumen. Die Top-5 lauteten hierbei wie folgt:

  • 1. Hannoversche Leben – sehr gut (0,6)
  • 2. VHV – sehr gut (0,6)
  • 3. Allianz – sehr gut (0,9)
  • 4. Provinzial Rheinland – sehr gut (0,7)
  • 5. SV Sparkasse Versicherungen – sehr gut (0,8)

Leider ist besonders bei den Versicherungen, die alle Berufe absichern, häufig nur eine regionale Absicherung möglich. Daher ist es sinnvoll, sich im Vorfeld über die verfügbaren Möglichkeiten in der Umgebung zu informieren und so anhand eines Vergleichs den passenden Versicherer zu finden.

Ratschlag – Schon als Azubi versichern lassen

Wer wirklich sichergehen möchte, dass er im Berufsleben auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung zählen kann, der sollte sich bereits im Stadium des Auszubildenden versichern lassen. Zu diesem Zeitpunkt ist es für die meisten erheblich einfacher, eine geeignete Versicherung zu finden. Später, wenn man erst einmal ins Berufsleben eingetreten ist, lehnen einen die Versicherungen häufig ab. Meistens auch aufgrund einer möglichen, negativen Gesundheitsprüfung. Sind nämlich bereits Vorerkrankungen vorhanden, zahlt man meistens beim Beitrag drauf.

Berufsunfähigkeitsversicherung ist niemals Quatsch

Wer die Berufsunfähigkeitsversicherung als Quatsch bezeichnet, kam wahrscheinlich noch nicht in die Situation, dass er seine Arbeitskraft aufgrund seiner Gesundheit nicht mehr bieten kann. Ganz gleich ob Ingenieur/in, Industriemeister/in, Assisten/in oder Techniker/in, eine BU ist immer eine sinnvolle Ergänzung. Bei Hebammen wird es zwar auch immer schwieriger eine gute Versicherung zu finden, aber es ist nicht völlig unmöglich. Häufig ist es schon lohnenswert, sich in der direkten Umgebung nach einer guten BU umzusehen.

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