Berufsunfähigkeitsversicherung Architekten

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Architekten eine empfehlenswerte Absicherung als Ergänzung zum Versorgungswerk. Die BU garantiert, dass der Architekt keinen anderen Beruf erlernen muss, wenn er als berufsunfähig eingestuft wird. Zu diesem Thema gibt es einige Fragen zu klären, wie hoch ist der Beitrag? Sollte eine BUV genügen, oder muss ein Nutzer weitere privaten Absicherungen schaffen, um im Falle einer Berufsunfähigkeit abgesichert zu sein? Wir nehmen das Thema einmal näher unter die Lupe und erläutern, was wichtig ist.

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Architekten und Berufsunfähigkeit

Wenn Architekten ihren Beruf nicht mehr ausüben können, sind sie in der Regel über die sogenannte Architektenkammer, Versorgungskammer oder Architektenversorgung abgesichert. Die Rechtsgrundlagen dieser sind in den Paragraphen 26 und 30 der Satzung festgelegt. Allerdings verlangt die Versorgungskammer die Einhaltung gewisser Richtlinien, um eine Berufsunfähigkeitsrente zu erhalten. So gilt beispielsweise:

  • Berufsunfähig ist jemand, der infolge von Krankheit oder anderen Gebrechen und somit aufgrund von Schwäche der körperlichen oder geistigen Kräfte nicht mehr in der Lage dazu ist, auf absehbare Zeit seine Berufstätigkeit als Architekt weiter auszuüben. Die Rente wird dann von Beginn des Antragsmonats an gewährt.

Wie hoch diese ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, insbesondere davon, wann die Berufsunfähigkeit eintritt und wie hoch der reguläre Pflichtbeitrag ist, welcher den letzten fünf Kalenderjahren maximal entspricht. Um vom Versorgungswerk eine Berufsunfähigkeitsrente zu erhalten, muss ein entsprechender Antrag ausgefüllt werden. Dennoch stellt das Versorgungswerk hohe Anforderungen an jemanden, der eine entsprechende Rente erhalten soll. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist in diesem Fall für Architekten empfehlenswert.

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Private Berufsunfähigkeitsversicherungen für Architekt

Berufsunfähigkeitsversicherung Architekten

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der teuersten Versicherungen, doch bringt sie den entscheidenden Unterschied, wenn es wirklich einmal zu einer Berufsunfähigkeit beim Architekten kommt. Werden Architekten berufsunfähig, leisten die meisten Berufsunfähigkeitsversicherungen bereits ab einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent eine lebenslange Rente. Bei der Versorgungskammer wird in der Regel nur eine 100-prozentige Berufsunfähigkeit des Architekten anerkannt. Andernfalls wird eine Umschulung des Berufes gefordert.

Der Beitrag für die BU

Wie hoch die Prämie für die Berufsunfähigkeitsversicherung ausfällt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Der Beruf ist zwar entscheidend, doch spielen noch andere Bereiche eine große Rolle. Darunter vertreten sind in jedem Fall:

  • Laufzeit der Versicherung (bis zum 65. Lebensjahr empfehlenswert)
  • Versicherungsdauer
  • Eintrittsalter in die Versicherung
  • Karenzzeit
  • Gesundheitszustand des Versicherten
  • Lebensweise

Der Beitrag schwankt, wenn der Interessent beispielsweise Raucher ist, er ein gefährliches Hobby ausübt, oder sonstige Lebensweisen an den Tag legt, welche eine Berufsunfähigkeit begünstigen könnten. Werden etwaige Vorerkrankungen in der Gesundheitsprüfung oder in den Gesundheitsfragen verschwiegen, kann die Versicherung eine Leistung im Falle der Berufsunfähigkeit verwehren. Deshalb ist es immer empfehlenswert, hierbei die Wahrheit zu sagen. Schlimmstenfalls kommt ein Risikozuschlag hinzu, andernfalls wird der Antrag einfach abgelehnt.

Wichtige Elemente in der Berufsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist nach unterschiedlichen Gesichtspunkten aufgebaut. Neben den generellen Angaben ist es für Architekten auch wichtig, diverse Klauseln mit in die Versicherung zu integrieren. So sollten beispielsweise folgende Grundleistungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung enthalten sein:

  • Nachversicherungsgarantie
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung

Mittels dem Verzicht auf die abstrakte Verweisung belegt die Berufsunfähigkeitsversicherung dem Architekten, dass er bei einer Berufsunfähigkeit keinen anderen Beruf erlernen muss, oder beispielsweise nur noch einen Innendienst ausüben muss. Er kann umgehend nach Belegung der Berufsunfähigkeit die Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen. Dies ist auch für Architekten sehr wichtig. Die Nachversicherungsgarantie garantiert unterdessen, dass selbst bei späterer Beantragung eine Rente ausgezahlt wird, von Beginn der Berufsunfähigkeit an.

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Testberichte

Die Stiftung Warentest unternahm im Jahr 2014 keinen Test zur Berufsunfähigkeitsversicherung, jedoch aktuell 2015 wieder. In diesem Test wurden hauptsächlich die Versicherung nach Bedingungen als auch Anträgen beurteilt. Innerhalb des Tests nahmen 70 Angebote teil, wovon etwa 40 mit einer sehr guten Bewertung benotet wurden. Hier die Top-10 im Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherung (inklusive Tarifbezeichnung und Bewertung):

  • 1. Provinzial Rheinland (SBU Top-SBV) – sehr gut (0,7)
  • 2. Europa (SBU Vorsorge Premium E-B1) – sehr gut (0,8)
  • 3. Condor (SBU C80) – sehr gut (0,9)
  • 4. HanseMerkur (SBU Profi Care) – sehr gut (0,9)
  • 5. R+V (BUZ BR) – sehr gut (0,9)
  • 6. R+V (SBU BV) – sehr gut (0,9)
  • 7. Allianz (SBU Plus OBUU) – sehr gut (1,0)
  • 8. Alte Leipziger (SBU BV10) – sehr gut (1,0)
  • 9. Dialog (SBU Professional) – sehr gut (1,0)
  • 10. Generali (SBU 15) – sehr gut (1,0)

Hierbei ist zwar nicht ersichtlich, wie teuer die jeweilige Versicherung ausfällt, doch es ist ein guter Schritt zur Wahl der richtigen Berufsunfähigkeitsversicherung. Architekten können sich anhand der Ergebnisse orientieren und eine Grundlage zur Klärungsfindung legen, wenn sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung suchen, die angemessen erscheint. Zudem klärt die Stiftung Warentest im Test, welche Dinge man sonst noch beachten sollte, wenn man eine BU abschließt und ob eine BUZ ebenso empfehlenswert ist, oder man lieber die vollwertige BU nehmen soll. Hier geht es zum BU Vergleich.

Architektenversicherungen

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Architekten grundsätzlich empfehlenswert. Sie sind zwar über die BU des Versorgungswerk abgesichert, doch hat der Architekt erst bei einer 100-prozentigen Berufsunfähigkeit etwas davon. Die BUV ist ein Thema für jeden, der sich darum kümmern möchte, auch dann noch abgesichert zu sein, wenn es mit dem Beruf nicht mehr klappt. Der Beitrag ist zwar nicht unbedingt günstig, doch gehört diese Variante zu den privaten Möglichkeiten, die jeder wahrnehmen kann, wenn er einen Schritt in die richtige Richtung gehen will.

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