Ab wann berufsunfähig

Egal, welcher Beruf ausgeübt wird: Die Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Viele Verbraucher fragen Businessman holding a stop signsich, ab wann ist gilt eine Berufsunfähigkeit. Die Antwort darauf liefert der Paragraph 172 des Versicherungsvertragsgesetzes. Dieser regelt, ab wann eine Berufsunfähigkeitsversicherung dem Versicherten eine Rente zahlen muss. Im folgenden erfahren Sie auch, wann eine BU wirklich sinnvoll ist und welche Versicherer die besten Tarife anbieten.

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Ab wann berufsunfähig: Definition

Die BU-Versicherung greift in aller Regel dann, wenn eine Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent von einem Arzt oder Gutachter diagnostiziert worden ist. Mit anderen Worten: Die Zahlungen erfolgen, wenn der Beruf auf Grund von Krankheit oder Unfall nicht mehr wie gewohnt ausgeübt werden kann. Im Gegensatz zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente, zahlt eine BU-Versicherung auch bei psychischen Erkrankungen.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Ab wann greifen die Tarife

Die Versicherer zahlen, wenn mindestens eine Berufsunfähigkeit von 50 Prozent vorliegt. Diese Prozentzahl entspricht auch dem Grad der Behinderung. Je nach Beitrag, den der Kunde vor der Berufsunfähigkeit zahlt, steht ihm dann eine Rente zu. Sinnvoll ist es, wenn diese Rente bei mindestens 1000 Euro liegt.

Eine BU abschließen

Bei der BU handelt es sich um eine private Versicherungsleistung. Aus diesem Grund müssen wichtige Details, die regeln, wann eine Berufsunfähigkeit eintritt oder der Versicherte Anspruch auf Leistungen hat, im Vertrag mit der Versicherung geregelt sein.

Ein wichtiger Tipp: Achten Sie im Vertrag auf folgende Formulierung:

„Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls voraussichtlich oder tatsächlich für mindestens sechs Monate außerstande ist, seinen Beruf auszuüben. Berufsunfähigkeit liegt nicht vor, wenn der Versicherte eine andere, seiner Ausbildung, Erfahrung und bisherigen Lebensstellung entsprechende berufliche Tätigkeit tatsächlich ausübt.“

Die Berufsunfähigkeit richtig versichern

Wie Focus Money berichtet, greifen manche BU-Versicherungen dann nicht, wenn der Berufsunfähige eine ähnliche Tätigkeit theoretisch ausüben könnte – egal ob er dies tatsächlich tun kann oder nicht. Er gilt nicht als berufsunfähig und die Versicherung zahlt keine Rente.

Auch wichtig: Die Zeiträume, die die Versicherer für den Prognosezeitraum (Also die Zeit, die der Antragsteller voraussichtlich nicht berufsfähig ist) angeben, unterscheiden sich je nach Anbieter und liegen zwischen sechs Monaten und drei Jahren.

Abstrakte und konkrete Verweisung ausschließen

Einige Versicherungsverträge beinhalten bestimmte Verweisungen, die zum Nachteil für den Versicherungsnehmer werden können. Es wird unterschieden zwischen abstrakten und konkreten Verweisen. Viele Gesellschaften verzichten aber auch auf solche Klauseln. Um zu erfahren, welche Anbieter diese Verweisungen in ihren Policen nicht anführen, ist ein persönlicher Vergleich unabdingbar. Mit einem Vergleich können bestimmte Tarife ausgeschlossen und viel Geld gespart werden.

Abstrakte Verweisung

Bereits vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung, sollte der Versicherungsnehmer mit dem Anbieter bestimmte Klauseln vertraglich ausschließen, um im Falle einer Krankheit keine Nachteile zu haben. Das gilt vor allem für die so genannte abstrakte Verweisung: Denn mit dieser Option hat der Versicherer die Möglichkeit, den Betroffenen in eine vergleichbare Tätigkeit zu verweisen, ob diese nun verfügbar ist oder nicht.

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Konkrete Verweisung

Die konkrete Verweisung kann ebenfalls ausgeschlossen werden. Ein Beispiel der Zeitschrift Focus: Ein Chirurg wurde darauf verwiesen in der Krankenhausverwaltung zu arbeiten. Schließt der Interessent beide Verweisungsklauseln in den Versicherungsbedingungen aus, ist es unerheblich, wenn er im BU-Fall eine andere Tätigkeit ausübt.

Rückwirkende Leistungen

Ein wichtiges Kriterium für die Versicherung ist ebenfalls, dass Leistungen auch rückwirkend erbracht werden. In einigen Fällen kann ein Prognosezeitraum erst zu einem späteren Zeitpunkt attestiert werden: Daher sollte immer auch der Tag der Antragstellung zählen.

Unterschied gesetzliche und private Vorsorge

Bei der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente wird vorausgesetzt, dass keinerlei Arbeit nachgegangen kann. Ansonsten erfolgt eine Staffelung der Rente nach der täglich zu erbringenden Leistungsfähigkeit in Stunden:

  • Keine Rente, wenn der Nutzer noch sechs oder mehr Stunden am Tag arbeiten kann
  • Teilweise Erwerbsminderungsrente von 50 Prozent, wenn der Betroffene drei oder mehr Stunden arbeiten kann
  • Vollständige Leistung, wenn der Antragsteller weniger als drei Stunden am Tag einer Tätigkeit nachgehen kann

Wann zahlt die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente

Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente haben Arbeitnehmer wenn sie nach dem 01. Januar 1961 geboren worden sind. Für vor diesem Stichtag Geborene gelten andere Regelungen: Sie bekommen noch die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung ausgezahlt.

Wichtig: Der Staat zahlt im Gegensatz zur BU-Versicherung nicht, wenn es sich um eine psychische Erkrankung handelt. Zudem hat die versicherte Person eine so genannte Wartezeit von mindestens fünf Jahren zu erfüllen. Die gesetzlichen Leistungen sind also, im Gegensazt zur privaten, deutlich eingeschränkt.

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Ursachen für Berufsunfähigkeit

Laut Statistik gehören zu den häufigsten Ursachen für die Berufsunfähigkeit:

  • Erkrankung des Skelett- und Bewegungsapparates mit 24,35 Prozent
  • Nervenerkrankungen mit 23,45 Prozent
  • Sonstige Erkrankungen mit 16,23 Prozent
  • Krebs mit 14,44 Prozent
  • Herz-Kreislauf-Störungen mit 10,83 Prozent
  • Unfälle mit 10,70 Prozent

Angesichts der geringen Wahrscheinlichkeit auf Grund eines Unfalles berufsunfähig zu werden, ist eine private Unfallversicherung wenig sinnvoll. Der Vorteil liegt, im Gegensatz zur BU-Versicherung, jedoch im sehr geringen Beitrag.

Gefährdete Berufsgruppen

Der BU Schutz ist besonders für gefährliche Berufe nötig. Laut Handelsblatt gehören zu den zehn gefährdetsten Berufsgruppen, für die eine BU-Rente nötig werden kann, bevor die normale Altersvorsorge greift:

  • Ergotherapeut
  • Pflasterer
  • Estrichleger
  • Rangierbegleiter
  • Reinigungskraft
  • Gleisbauer
  • Polierer
  • Reitlehrer
  • Nachtwächter
  • Stewardess

Auch der Map-Report hat eine Statistik für Berufsgruppen erstellt, die ein hohes Risiko für Berufsunfähigkeit haben. Diese sind:

  • Dachdecker
  • Krankenpfleger
  • Schlachter
  • Tiefbauer
  • Maurer
  • Hilfsarbeiter
  • Betonbauer

Gerade diese Berufsgruppen haben eine Versicherung die eine Berufsunfähigkeitsrente auszahlt dringend nötig.

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Tarifvergleich ist auch in 2017 unabdingbar

Der Vergleich der Berufsgruppen zeigt, dass das Risiko einer Berufsunfähigkeit je nach Beruf sehr unterschiedlich ist, es sind aber häufig psychische Erkrankungen, die ausschlaggebend sind – diese werden nur von privaten Versicherern übernommen. Wann der Fall der Berufsunfähigkeit eintritt ist im Paragraph 172 des Vertrags mit der Versicherung geregelt. Ein genaues Studium der Klauseln ist also wichtig, um die Frage zu beantworten, welche BU-Versicherer die besten Konditionen bieten. Hier erhalten Sie Informationen zu den Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Berufsunfähig in der Schwangerschaft

Schwangere Frauen haben ebenso die Möglichkeit eine BU abzuschließen, wie alle anderen. Sie erhalten im Rahmen der Antrags- und Risikoprüfung des Versicherers keine Nachteile, da es diesem aufgrund des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes (AGG) nicht gestattet ist, Erschwernisse wegen des Umstandes einer Schwangerschaft festzulegen. Dennoch ist vermutliche für schwangere Frauen, sollten sie über eine Reduzierung ihrer Arbeitszeit, auf Grund ihres Umstandes nachdenken oder sogar ganz zu Hause bleiben wollen, eine BU-Versicherung nicht die passende Alternative.

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Die private Berufsunfähigkeitsrente

Das Risiko aus gesundheitlichen Gründen den Beruf verlassen zu müssen, wird für viele Arbeitnehmer in Deutschland immer größer. Dennoch sind die meisten Erwerbstätigen häufig der Berufsunfähigkeitsversicherung skeptisch gegenüber und halten diese für überflüssig. Es wird davon ausgegangen, dass die Versicherung ohnehin nicht zahlen wird. Das entspricht aber nicht der Tatsache. Die BU ist für viele Menschen aktuell die einzige Möglichkeit sich im Fall von Arbeitsunfähigkeit abzusichern.

Rechenbeispiel für die gesetzliche Erwerbsminderungsrente

Arbeitgeber, die im Monat 1.000 Euro verdienen, erhalten vom Staat, wenn Sie erwerbsunfähig werden, eine Rente von 300 Euro. Wessen Gehalt sich auf 2.000 Euro beläuft, bekommt 600 Euro. Für Angestellte beträgt die staatliche Absicherung immer 1/3 des letzten Nettoeinkommens. Für den Rest muss der Arbeitnehmer eigenständig aufkommen. Wer selbstständig ist, erhält gar keine Unterstützung. Eine BU sollte mit einer monatlichen Rente in Höhe von 1.000 Euro abgeschlossen werden, damit alle laufenden Kosten ohne Probleme abdeckt sind.

Das Risiko der Arbeitsunfähigkeit

In Deutschland wird mittlerweile jede vierte bis fünfte Erwerbstätige vor seinem Renteneintritt berufsunfähig. Volkskrankheiten wie Burnout, Depression oder Probleme des Bewegungsappartes sind keine Seltenheit. Für psychische Erkrankungen greift die gesetzliche BU nicht. Im Höchstfall kann der Versicherte eine Rente von 30 Prozent seines letzten Nettoeinkommens erhalten. Die Frage, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist oder nicht, sollte sich erst gar nicht stellen.

Zahlt der Versicherer im Falle einer Berufsunfähigkeit

Die Verbraucher stellen sich immer wieder die Frage, ob die Versicherungsgesellschaft wirklich, im Falle einer Erkrankung, zahlen wird. Wer die Gesundheitsfragen korrekt und vollständig beantwortet, wird keine Probleme mit seinem Anbieter und seinen Zahlungen bekommen. Leider werden einige Fragen nicht wahrheitsgemäß beantwortet, da viele vor einem Ausschluss oder einer Risikokalkulation Angst haben. Wer die Tarife und Anbieter vergleicht, spart Geld und ist nicht gezwungen Krankheiten zu verschweigen.

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Keine Pflichtversicherung, dennoch wichtig

Die BU-Versicherung ist keine Pflichtversicherung, aber dennoch sinnvoll. Häufig kann die BU auch als Zusatzversicherung zum Beispiel mit einer Risikolebensversicherung oder Unfallversicherung abgeschlossen werden. Die großen Verbraucherinstitute und Ratingagenturen haben in ihren Analysen festgestellt, dass es sowohl gute und günstige Anbieter gibt als auch, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung durchaus sinnvoll ist. Hier erfahren Sie alles über die aktuellen Testergebnisse aus den Jahren 2017.

Genau Kalkulation

Vor dem Abschluss einer BU sollte sich der Verbraucher zunächst im Klaren über sein Lebensstandard werden. Welche Kredite oder Darlehen müssen abbezahlt werden? Wie hoch ist die monatliche Miete? Wie viel Geld wird für Nebenkosten ausgegeben. Sind Kinder oder ein Ehepartner vorhanden? Nach dieser Rechnung sollte die gewünschte monatliche Rente kalkuliert werden. Viele bauen ihre ganze Existenz auf ihrem Beruf auf. Deshalb ist es von Vorteil lieber mehr Beiträge zu bezahlen, um nicht am Ende vor dem finanziellen Ruin zu stehen.

Ab wann berufsunfähig

In der Regel legen die Versicherer fest, ab wann der Antragsteller als berufsunfähig gilt und die BU-Rente beziehen kann. Die Faustregel lautet: Ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit kann eine (Teil-) Rente bezogen werden. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente kann erst bezogen werden, wenn der Beruf überhaupt nicht oder nur zum Teil noch ausgeführt werden kann. Um die besten und günstigsten Anbieter zu finden, hilft ein persönlicher Berufsunfähigkeits-Vergleich. Hier finden Sie Ihre Antwort.

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